Lokal

Wäsche waschen und Corona: Was hilft gegen Viren?


Wie Sie ihre Textilien zu Hause virenfrei sauber bekommen und welche Maßnahmen für eine ausreichende Hygiene erforderlich sind.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Behelfsmasken aus Stoff, Bettwäsche, Handtücher und Unterwäsche sollten Sie bei 60 Grad waschen.
  • Sind im Haushalt alle gesund, reichen bei allen übrigen Textilien 40 Grad.

Waschmittel, die eine besondere Hygiene versprechen, haben – auch zur Bekämpfung des Coronavirus – keinen Nutzen. Die darin enthaltenen desinfizierenden Substanzen können stattdessen Allergien auslösen und belasten das Abwasser stark. Besorgte Menschen fragen sich dennoch, wie sie ihre Textilien zu Hause virenfrei sauber bekommen. Für eine ausreichende Hygiene sorgen Sie, wenn Sie Behelfsmasken aus Stoff, Bettwäsche, Handtücher und Unterwäsche derzeit bei 60 Grad Celsius mit einem Vollwaschmittel waschen. Sind im Haushalt alle gesund, reicht bei allen übrigen Textilien auch Waschen bei 40 Grad aus. Denn in der Umwelt und auch auf der menschlichen Haut leben Milliarden Bakterien nutzbringend mit anderen Organismen zusammen. Um eine stabile Immunabwehr zu erhalten, sollte friedlichen Bakterien nicht der Garaus gemacht werden.

Behelfsmasken aus Baumwolle

Es gibt eine Reihe von Mund-Nase-Masken, mit denen Sie sich schützen können. Selbstgenähte Masken für Mund und Nase sollten Sie am besten täglich bei 60 Grad mit einem Vollwaschmittel waschen. Die hohe Temperatur und die waschaktiven Substanzen (Tenside und Bleichmittel) der Waschmittel bewirken, dass die Hülle des Coronavirus zerstört und der Erreger unschädlich gemacht wird. Ist die Trommel der Waschmaschine nicht ausgelastet, können Sie Stoffmasken auch per Handwäsche bei entsprechend hoher Temperatur waschen. Um sich dabei nicht die Hände zu verbrühen, helfen ein Stab oder ein Löffel, das Waschpulver durch Rühren schneller aufzulösen und die Masken einzuweichen. Sobald die Waschlauge abgekühlt ist, wringen Sie die Masken mit der Hand aus und spülen Sie sie mit klarem Wasser aus.

Im April 2021 hatte eine Meldung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für Verwirrung gesorgt. Demnach reichten selbst 70 Grad nicht aus, um infektiöse Viren vollständig zu inaktivieren. Dabei bezog sich das Institut aber nur auf die Trockenreinigung, wie sie zum Beispiel in Krankenhäusern stattfindet. Dabei werden keine Waschmittel eingesetzt, die die Schutzhüllen der Viren zerstören.

Wäsche von Corona-Infizierten

In Haushalten, in denen an COVID-19 erkrankte Personen leben, sollte die Wäsche ebenfalls bei mindestens 60 Grad Celsius mit einem Vollwaschmittel gewaschen und anschließend gut getrocknet werden. Kontaminierte Wäsche am besten separat waschen. Beim Hantieren mit der verschmutzten Wäsche sollten Sie darauf achten, dass Sie die Wäsche nicht schütteln und direkten Hautkontakt vermeiden. Temperaturempfindliche Kleidung – etwa ein Seidenschal oder ein Wollpullover – können Sie allerdings nicht ohne Schäden bei 60 Grad waschen. Außerdem enthalten auch Waschmittel für Wolle und Seide waschaktive Substanzen, die Coronaviren zerstören. In jedem Fall sollten Sie im Fall einer ansteckenden Erkrankung mit dem Coronavirus mit einem Arzt absprechen, welche Hygiene-Maßnahmen Sie neben der beschriebenen Wäscheprozedur im Haushalt beachten sollten, etwa wenn Sie in Quarantäne leben.



Verbraucherzentrale NRW

https://www.luedenschein.de/

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"