Lokal

Für verbraucherfreundliche Politik: 11 Forderungen zur Bundestagswahl

Fair, krisenfest und nachhaltig: Die Politik muss Verbraucher:innen stärker in den Blick nehmen, nicht zuletzt in Zeiten der Corona-Pandemie. 11 Kernforderungen für die bevorstehende Bundestagswahl im September 2021.

Die Folgen der Corona-Pandemie sind ein Stresstest für alle Verbraucher:innen – ebenso wie für Unternehmen und Politik. Die Krise hat auf bestehende Probleme aufmerksam gemacht und sie zusätzlich verschärft. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert zur Bundestagswahl 2021 die Stärkung von Verbraucherrechten in allen Lebensbereichen: Denn ohne starke Verbraucher:innen wird es keine starke Wirtschaft geben.

Verbraucherrechte müssen gestärkt werden, damit die Menschen auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung vertrauen können, von der sie selbst kurz-, mittel- und langfristig profitieren. Die Politik muss deutlich machen, dass die Wirtschaft zum Wohle aller gefördert wird – nicht nur für Großkonzerne. Neben den Unternehmen auf der Angebotsseite müssen auch die Verbraucher:innen auf der Nachfrageseite gestärkt werden. Nur wenn die Menschen positiv in die Zukunft schauen, genügend Geld in der Tasche haben und selbstbestimmt entscheiden können, werden sie ihr Geld auch ausgeben. Verbraucher:innen müssen sich auf starke Rechte verlassen können, die auch in Krisenzeiten Bestand haben und die durchgesetzt werden.

Gestaltungsauftrag für den Bundestag und die Bundesregierung

Der repräsentative Verbraucherreport 2020 zeigt: 84 Prozent der Verbraucher:innen sehen die Politik in der Verantwortung, ihre Interessen zu schützen. Aber nur 29 Prozent vertrauen der Politik beim Verbraucherschutz. Um diese Lücke zu schließen, sollten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und die Bundesregierung sich mehr für den Verbraucherschutz einsetzen.

Aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) bedeutet dies insbesondere:

  • Die Interessen von Unternehmen dürfen von der Politik nicht höher gewichtet werden als die der Verbraucher:innen – auch nicht bei der Krisenbewältigung.
  • Im politischen Handeln, etwa bei Hilfspaketen, darf nicht nur auf die Angebotsseite, sondern muss insbesondere auf die soziale Ausgewogenheit geachtet werden.
  • Rechte der Verbraucher:innen dürfen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern müssen auch durchgesetzt werden. Sie dürfen nicht zum Kollateralschaden einer Krisengesetzgebung werden.
  • Unternehmen dürfen Risiko und Kosten nicht auf die Verbraucher:innen abwälzen.
  • Die Politik muss den Rahmen setzen, der eine verantwortungsvolle und nachhaltige Wirtschaftsweise fördert und nachhaltigen Konsum vereinfacht. Verbraucher:innen können nicht allein durch ihr verändertes Konsumverhalten strukturelle Probleme der Märkte lösen, auch die Politik und Unternehmen stehen in der Pflicht.

Verbraucherzentrale NRW

https://www.luedenschein.de/

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"